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Nacktwanden und Masturbation als Schulfach - die Wahrheit über Harmos


Beitrag vom 09.06.2010
Nach langer Pause melde ich mich zurück - es ist ja schliesslich Saisonbeginn im Garten, was mich etwas in Anspruch genommen hat. Heute habe ich einen Leserbrief zur Harmos-Debatte im Rheintaler gefunden, der eine ausführliche Rezension notwendig macht und so nehme ich das zum Anlass, den Publikationsfluss wieder anzugehen.
Man könnte die Appenzell-Ausserrhodische Harmos-Debatte ja den Appenzellern überlassen. Wenn sich aber Anni Sasek (vgl. dazu diesen Beitrag) ein eigenes Konkordat erfindet und das in einem Leserbrief als Fakt zitiert, dann rumort meine Demokraten-Seele. Sie schreibt:
Was leider nicht in dieser Informationsschrift [Abstimmungsbüchlein, d.V.] enthalten ist, ist der vollständige Inhalt dieses HarmoS-Konkordates. Wäre das nicht als Einziges interessant für uns Stimmbürger? Beispiele gewünscht?
Recht hat sie, Wahrheit tut Not. Wir erwarten jetzt also die pikanten Inhalte des Konkordats.
«Der Staat ist für die Erziehung der Kinder zuständig.»
Da bin ich aber Baff. Das steht so im Konkordat, zu dem ich Ja gestimmt habe? Und es wird noch schlimmer:
«Vorgesehen ist Sexualerziehung als Teil des Unterrichtes. Dies gilt schon für vierjährige Basisschüler. Das IPS (Institut für Sozialpädagogik Dortmund) hat die Verantwortung für den Studiengang …».
Ein ausländisches Institut bestimmt unsere Bildungspolitik und brigt unseren Kindern Sex bei? Ich versteh nur noch Bahnhof. Ich habe eine Tochter, die mit Harmos im August schulpflichtig wird -  bekommt sie dort von deutsche Sexualkunde-Unterricht?
«Doktorspiele, Selbstbefriedigung, spielen des Geschlechtsverkehrs, Zungenküsse und Nackttanzen sollen zum festen Unterrichtsprogramm gehören.» »
Nackttanzen?
«Dies waren nur drei kleine Beispiele aus dem «Kleingedruckten» des HarmoS-Konkordates. »
Nein, Frau Sasek, das waren Bespiele für eine wirre politische Wahrnehmung. Im Text des Konkordats steht kein Wort von diesen haarsträubenden Aussagen (nachzulesen bei der EDK). Die Argumentationen der SVP sind ja schon absurd, aber das hier entbehrt jedem Bezug zur Realität. So radikal, dass es schon fast lustig ist.




09.06.2010

Ich frag mich eher was die Redaktion des Rheintalers bei der Veröffentlichung dieses Leserbriefes gedacht hat.

Gäb es endlich die konsequente Umsetzung des Förderkonzepts, das eine Individualisierung aller Lernziele verlangt, bräuchte es keine Harmonisierung.

Die Ressourcen jedes einzelnen Kindes gibt vor, was ihm und auf welche Weise zu lehren ist, nicht die Vorgaben einer abgehobenen EDK.

Dessen Vorgaben mögen ja gut und recht sein, ob sie aber umsetzbar und vor allem allen Kindern gerecht sind, das ist eine andere Frage.


09.06.2010

Und die Aids-Hilfe spendiert Jugendkondome und Mini-Bananen. Röllälä Röllälä....


fred steiger
10.06.2010

hallo zusammen

ich finde den leserbrief lustig, weil dermassen übertrieben. es stimmt allerdings schon, dass der staat (kanton) immer mehr auch das schulwesen zentralisieren will. ich bezweifle den nutzen. was ich bisher gesehen und gehört habe, handelt es sich vor allem um eine teure alibi-übung, bei der man aus kostengründen wahrscheinlich wieder stark zurückrudern wird müssen.

seltsam auch, dass die ergebnisse der pisastudie offenbar keine rolle mehr spielen bei der beurteilung von schulsystemen. oder dass man von niveaugruppen spricht und dann aus kostengründen eben doch nach anzahl schülerInnen einteilt, undundund.....

trotzdem schös tägli
:-)


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werzurhoelle
Im Jahr 2004
bekam ich meine
erste anonyme
Drohung
wegen
eines Leserbriefs.
Das war mein
Einstieg in die
Politik



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