Der Sekretär der rheintaler Jungfreisinnigen, Christoph Graf, hat sich geärgert. Er musste im Bus einen Nachtzuschlag von CHF 5.- bezahlen. Damit wird die Securitas finanziert, die in den Nachtbussen mitfährt. Sein Leserbrief hat eine geharnischte Reaktion des Geschäftsführers der Betreibergesellschaft provoziert, die so nicht stehen bleiben kann.
Wer angegriffen wird, hat zwei Möglichkeiten: Entweder man geht sachlich auf die Argumente des Gegenübers ein oder man ballert Vollgas auf den Mann. Walter Dierauer, Geschäftsführer RTB, hat sich für Variante 2 entschieden.
Über das Thema Sicherheit im öffentlichen Verkehr darf und soll diskutiert werden. Doch Beiträge wie jener von Christoph Graf, Lüchingen, Generalsekretär der Jungfreisinnigen Region Rheintal, die von völliger Unkenntnis der Situation zeugen, dienen weder der Lösung des Problems noch einer sachlichen Aufklärung der Öffentlichkeit.Soso, der freche Jungspund hat also keine Ahnung. Die 5 Franken sind nämlich nicht nur im Rheintal zu zahlen, sondern im ganzen Tarifverbund Ostwind, wie Dierauer ausführt. Und weil es grade so viel Spass macht knallt er ihm gleich nochmals einen vor den Latz:
Wir laden Herrn Christoph Graf zum Studium der Tarife des Tarifverbundes Ostwind ein, da er diese anscheinend nicht kennt. Gerne erwarten wir eine sachliche Diskussion zum Thema Sicherheit im öffentlichen Verkehr. Mit seinen Aussagen dokumentiert der Leserbriefschreiber lediglich seine Unkenntnis der Situation.Da kommt die Frage auf, ob es eine Rolle spielt, dass der Zuschlag im ganzen Tarfiverbund gilt. Wenn es um die Frage geht, ob der Zuschlag gerechtfertigt ist, sicher nicht. Deshalb ist die arrogante Entgegnung auch völlig daneben. Ob es sinnvoll ist, dass gerade Junge, die die Nachtangebote nutzen, mit einem happigen, streckenunabhängigen Pauschal-Zuschlag bestraft werden, darf man fragen. Selbst wenn man die Tarifbestimmungen nicht auswendig herunter beten kann.
