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Fünf Franken Nachtzuschlag im Bus - ist das zu rechtfertigen?


Beitrag vom 19.03.2010
Der Sekretär der rheintaler Jungfreisinnigen, Christoph Graf, hat sich geärgert. Er musste im Bus einen Nachtzuschlag von CHF 5.- bezahlen. Damit wird die Securitas finanziert, die in den Nachtbussen mitfährt. Sein Leserbrief hat eine geharnischte Reaktion des Geschäftsführers der Betreibergesellschaft provoziert, die so nicht stehen bleiben kann.
Wer angegriffen wird, hat zwei Möglichkeiten: Entweder man geht sachlich auf die Argumente des Gegenübers ein oder man ballert Vollgas auf den Mann. Walter Dierauer, Geschäftsführer RTB, hat sich für Variante 2 entschieden.
Über das Thema Sicherheit im öffentlichen Verkehr darf und soll diskutiert werden. Doch Beiträge wie jener von Christoph Graf, Lüchingen, Generalsekretär der Jungfreisinnigen Region Rheintal, die von völliger Unkenntnis der Situation zeugen, dienen weder der Lösung des Problems noch einer sachlichen Aufklärung der Öffentlichkeit.
Soso, der freche Jungspund hat also keine Ahnung. Die 5 Franken sind nämlich nicht nur im Rheintal zu zahlen, sondern im ganzen Tarifverbund Ostwind, wie Dierauer ausführt. Und weil es grade so viel Spass macht knallt er ihm gleich nochmals einen vor den Latz:
Wir laden Herrn Christoph Graf zum Studium der Tarife des Tarifverbundes Ostwind ein, da er diese anscheinend nicht kennt. Gerne erwarten wir eine sachliche Diskussion zum Thema Sicherheit im öffentlichen Verkehr. Mit seinen Aussagen dokumentiert der Leserbriefschreiber lediglich seine Unkenntnis der Situation.
Da kommt die Frage auf, ob es eine Rolle spielt, dass der Zuschlag im ganzen Tarfiverbund gilt. Wenn es um die Frage geht, ob der Zuschlag gerechtfertigt ist, sicher nicht. Deshalb ist die arrogante Entgegnung auch völlig daneben. Ob es sinnvoll ist, dass gerade Junge, die die Nachtangebote nutzen, mit einem happigen, streckenunabhängigen Pauschal-Zuschlag bestraft werden, darf man fragen. Selbst wenn man die Tarifbestimmungen nicht auswendig herunter beten kann.




Bo
19.03.2010

Der Vollständigkeit halber kann man noch erwähnen, dass dies auch die Tarife des ZVV (Zürcher Verkehrsbund) sind. Möchte man Also vom Ausgang in Zürich nach Hause fahren, ist dieser Zuschlag gleich MEHRFACH fällig. Nämlich pro Umsteigen zusätzlich 5 Stutz!


Bo
19.03.2010

Uups, da muss ich mich selber korrigieren. Von Zürich City bis z.b. Rorschach sind "nur" zweimal 5 Franken fällig. 1x für ZVV und 1x für Ostwind. Ein Ticket (einfach, 1/1, 2. Kl.) kostet 32 Franken, Zuschlag 10 Franken. Das ergibt eine Erhöhung von fast 31,25%. Mit Halbtax (16 Fr.) sind's sogar 62.5% Zuschlag!


19.03.2010

Danke für die Info, Bo. Das gäbe Munition für eine Leserbriefantwort...


20.03.2010

Oha. Ich HABE die Ostwindtarife studiert. Für weite Fahrten: klasse. Im Nahbereich: eine unverschämte, bodenlose Frechheit. Ich habe vor Monaten ein offizielles Online-Feedback-Formular zu diesen Nahtarifen abgeschickt (mit der zugegebenermassen etwas provokanten Frage, ob ich mein Halbtaxabo mit Schleifchen drum zurückschicken soll, weil es praktisch nichts wert ist) - ich habe nie eine Antwort bekommen. Vielleicht müsste man einen etwas provokanten Leserbrief schreiben, damit die Veranwortlichen reagieren;-).


Marc Segmüller
30.03.2010

Wir haben von der JUSO aus auch schon angefragt wie dieser Nachtzuschlag zustande kommt. Es ist leider ein Privat unternehmen und kann auch 10.- Nachtzuschlag verlangen.

Altstätten - Heerbrugg
Erwachsen: 3Fr
1/2: 2.40Fr
Also Nachtzuschlag für ein Erwachsenenticket sind +60%

Wenn man nur bis Rebstein will lohnt sich zu 3 Schon ein Taxi da man Günstiger als der Bus ist. Kann doch nicht sein?

Ob der/die Securitas notwendig sind, ist eine andere Diskussion.


Marc Segmüller
30.03.2010

Da ich leider nicht editieren kann muss ich es noch anfügen.

Mit dem GA/OstwindZonenabo zahle ich natürlich auch die vollen 5.-


30.03.2010

Zeit, dass ich meinen Blog mal wieder update, damit editieren möglich wird. Ich gelobe Besserung.

Der Preis wird vom Tarifverbund festgelegt und der hat einen staatlichen Leistungsauftrag. So ganz frei in der Entscheidung sind sie nicht. Ich denke es gibt durchaus Chancen, dass der Zuschlag für Kurzstrecken verringert wird. Er ist in meinen Augenn nämlich unverhältnismässig.


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Im Jahr 2004
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