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Wie sich die politische Vernunft ver-Minder-t


Beitrag vom 11.03.2010
Unsere Bundespolitiker verlieren den Boden unter den Füssen - die Diskussion, das Taktieren und Sich-in-die-Hemdbrust-Werfen angesichts der Abzocker-Debatte nimmt mehr und mehr absurde Züge an.
In Minarett-Hysterie und noch sturzbesoffen vom Rentenklau-Erfolg wollen die Sozialdemokraten Löhne über einer Million mit einer Sondersteuer belegen. Die SVP ist überzeugt, den besten Vorschlag indirekt eingebracht zu haben, der nur deshalb abgelehnt worden sei, weil er von Blocher stamme und die bösen Classe-Politique-Vertreter den Christoph nicht mehr lieb hätten. Die CVP hat den direkten Gegenvorschlag plötzlich ganz allein erfunden und der FDP ist es an sich egal, was passiert, solange das Ergebnis gut ist. Versteht das überhaupt noch jemand?

In eineinhalb Jahren sind Wahlen. Höchste Zeit, dass abgewählte Bundesräte mal wieder von sich reden und die mehrheitsfähigen Populär-Argumente der Minder-Initiative zu eigen machen. Da wollen die Genossen natürlich nicht hintanstehen und nach dem PR-Debakel mit der Strafanzeige gegen die Verwaltungsräte der UBS ein Schnippselchen von der volkswutgebräunten Echhauffierungs-Cervelat abhaben.

Noch vor einem Jahr war der Zahnpasta-Hersteller mit seinem initiativgewordenen Wutanfall auf Bauchnabelhöhe ein Exot, ein kaum ernstzunehmender Aussenseiter mit dem politischen Gewicht einer aseptischen Kamillen-Mundspülung. Jetzt überschlagen sich die Parteien plötzlich darin, eine Lösung zu präsentieren, die sie zum Allein-Inhaber des Volkswillens macht. Nicht dass es irgendjemandem noch darum geht, dass der Minder-Unsinn nicht angenommen würde. Schliesslich geht der Wahlkampf los. Wie leitete Blackadders Faktotum jede Katastrophe doch immer so passend ein: "I have a cunning plan." Willkommen auf diesem Niveau.




Dominik Zogg
12.03.2010

So sieht der Kindergarten für Erwachsene aus. Und das wichtigste ist noch immer folgender Punkt: wiel reden, nicht sagen ;)


19.03.2010

Es ist traurig, dass erst die respektable Leistung eines KMU-Inhabers die Politik zum Handeln zwingt.

Gouverner c'est prévoir. Darum verbirgt sich hinter der Hektik in Bundesbern auch ein Wundenlecken. Dass es überhaupt zu einer «Verletzung» gekommen ist, darüber spricht niemand. Vielmehr ist nur davon die Rede, wie es sein wird (oder sein soll), wenn die Wunde verheilt ist...


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werzurhoelle
Im Jahr 2004
bekam ich meine
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wegen
eines Leserbriefs.
Das war mein
Einstieg in die
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