Weil es Initiativen gibt, die dem Völkerrecht, ob nun zwingend oder nicht, widersprechen, schafft das Volk immer mal wieder Konflikte. Die könnte man einerseits verhindern, indem stossende Initiativen für ungültig erklärt werden. Andererseits wäre es vielleicht eleganter, einfach das Völkerrecht zu kippen.
Die SVP plant mal wieder eine Initiative. Zumindest springt die Sonntagspresse wie ein hungriger Wolf auf die Schlagzeile, die SVP wolle in der Verfassung den Volkswillen ein für allemal vor internationales Völkerrecht stellen. Das wäre endlich mal eine wahrhaft endgültige Lösung für die dauernden Diskussionen um Zulässigkeit.Was das Volk will, ist Gesetz. Mir würde da gleich ein paar Initiativen einfallen, die ich lancieren würde, da nun die lästigen Beschränkungen durch das Völkerrecht endlich wegfallen:
Sollte die SVP ernsthaft erwägen, dieses Prinzip zur Abstimmung zu bringen, wären solche Initiativen möglich. Grundrechte wären nur noch Makulatur. Ich fürchte, wir kommen um eine Prüfung von Initiativen auf deren Rechtmässigkeit nicht herum, wenn wir ein Rechtsstaat bleiben wollen. Aber vielleicht könnten wir ja auch darüber noch abstimmen?
Nachtrag: Lupe war mal wieder schneller und hat bereits einen Beitrag zum Thema publiziert.
| Initiative | Beschreibung | Lancierungszeitpunkt |
| Längere Einzahlungsfrist ALV für Ausländer | Weil durch die Personenfreizügigkeit immer mehr Ausländer ins Land kommen, die Arbeitslos werden können, wird ihr Bezugsrecht erst nach der doppelten Einzahlungsfrist eines Schweizer Bürgers aktiv. Der Tagessatz beträgt 75% des Normal-Wertes. | Sofort |
| Körperliche Folter in Extremfällen | Wird ein Kind entführt und der Entführer wird gefasst, ohne dass das Kind gefunden wird, sind die Behörden ermächtigt, Waterboarding einzusetzen. | Sobald wieder ein Kind entführt wird |
| Verbot des fundamentalistischen Islam | Islamischer Fundamentalismus wird verboten. Der Bund erlässt die ausführenden Bestimmungen | Sofort |
Sollte die SVP ernsthaft erwägen, dieses Prinzip zur Abstimmung zu bringen, wären solche Initiativen möglich. Grundrechte wären nur noch Makulatur. Ich fürchte, wir kommen um eine Prüfung von Initiativen auf deren Rechtmässigkeit nicht herum, wenn wir ein Rechtsstaat bleiben wollen. Aber vielleicht könnten wir ja auch darüber noch abstimmen?
Nachtrag: Lupe war mal wieder schneller und hat bereits einen Beitrag zum Thema publiziert.
