Die Minarett-Verbieter wittern Morgenluft. Der Ja-Anteil in Umfragen steigt. Höchste Zeit, die Leserbriefspalten nochmals mit den immer gleichen xenophoben Parolen zu füllen. Das ist nicht überraschend. Heute fand ich jedoch eine Pressemitteilung der SVP St. Gallen im Lokalblättchen, die vom üblichen Muster abweicht.
Übersetzt in das Leser-Verständnis eines durchschnittlich begabten Schweizer Stimmbürgers liest sich das so: "Weil die Gegner der Initiative keine Argumente haben, greifen sie zu unlauteren Mitteln. Der Initiative werden Wirkungen unterstellt, die international zu Aufregung führen [imho ist es absurd, der Initiative überhaupt einer Wirkung über das Baurechtliche hinaus zu unterstellen...]. Plakate werden gezielt geschändet und den Strassenwahlkämpfern wird Gewalt angedroht."
Massen-Psychologisch ist die Botschaft äusserst interessant. Die SVP schafft einen Lager-Wahlkampf und bringt sich in die Opferrolle. Alle sind gegen uns, aber wir haben Gott und die Wahrheit auf unserer Seite.
Dass eine konstante Steigerung der Provokation irgendwann zu einer Reaktion führen muss, nehmen die Strategen sicher gerne in Kauf. Für eine solche Medienmitteilung, abgedruckt im Original, in der heissesten Phase des Abstimmungskampfes kann man schon mal einen Jung-SVP'ler riskieren.
Massen-Psychologisch ist die Botschaft äusserst interessant. Die SVP schafft einen Lager-Wahlkampf und bringt sich in die Opferrolle. Alle sind gegen uns, aber wir haben Gott und die Wahrheit auf unserer Seite.
Dass eine konstante Steigerung der Provokation irgendwann zu einer Reaktion führen muss, nehmen die Strategen sicher gerne in Kauf. Für eine solche Medienmitteilung, abgedruckt im Original, in der heissesten Phase des Abstimmungskampfes kann man schon mal einen Jung-SVP'ler riskieren.
