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Die Auszeichnung für den schlechtesten Grafiker 2009 geht an...


Beitrag vom 23.10.2009
Die Jungsozialisten wandeln auf den Wegen der SVP. Bundesrätin Doris Leuthard hat Blut an den Händen. Die Aussage des Plakates ist bemerkenswert geschmacklos. Die grafische Qualität der Umsetzung ist aber noch weitaus übler, als der Absender vermuten lässt.
Juso-Plakat und Original-Pressefoto der CVP
Dank Google ist es ja so einfach: Bildersuche für "Doris Leuthard", eingestellt auf grösser als 10 MB und schon hat man eine taugliche Ausgangslage für eine nette Bildmontage. Die Qualität des CVP-Pressefotos ist hervorragend.

Jetzt öffnet man das Bild in Microsoft Paint und stellt es mit dem Holzhammer frei, meisselt hier und dort noch störende Pixel weg und schmiert grosszügig mit roter Farbe darüber. Geradezu glänzend ist der rote Fleck am Revers umgesetzt, denn er befleckt technisch absolut korrekt nur die Bluse darunter, wie das beim Bekleckern natürlich nicht anders passieren kann.

Beim Einfügen des Banners am Rednerpult kann man die Perspektive getrost ignorieren, denn das interessiert gemessen am Inhalt ja eh niemanden. Schön auch, dass die Spalte im Pult links ausgepixelt wurde, rechts aber noch den realen Hintergrund zeigt.

Beim Abspeichern sollte man sich Mühe geben, die Brillanz des Originalfotos durch die hervorragenden Exportfilter von Paint dermassen zu zerstören, dass die Bundesrätin aussieht, als wäre es ihr eigenes Blut, das im Gesicht fehlt.

Meine Güte - ich würde mich in Grund und Boden schämen. Das sähe mit Fingerfarben noch besser aus. Das finden offenbar auch viele Jusos.

Ach ja: Und die Aussage ist natürlich jenseits.




Simon Messmer
25.10.2009

Ja das ist so eine Sache mit diesen geschmacklosen Inseraten in Wahlkämpfen. Das gilt sowohl für das Juso-Plakat wie auch für zig-SVP-Plakate.

Was mich aber am meisten wurmt ist die Tatsache, dass nun mehr über dieses Plakat geschrieben und diskutiert wird als über den eigentlichen Inhalt der Vorlage.

Ich persönlich könnte nicht ruhig schlafen wenn ich wüsste, dass mit meinen Industrie-Produkten irgendwo weit weg Menschen getötet würden. Ich würde wohl auch in einem anderem Industriezweig eine Anstellung finden.

Aber die Mehrheit des Stimmvolkes wird hier wohl eine andere Meinung haben als ich. In Wirtschaftlich turbulenten Zeiten so oder so.

Nette Grüsse ins Rheintal

Simon Messmer


26.10.2009

Ich kann das gut nachvollziehen - wobei es bei mir im Blog zwischen Inhalten und dem Plakat 1:1 steht. Deine Einschätzung der Mehrheiten teile ich.


26.10.2009

Naja, schämen muss ich mich wohl schon ein bischen. Die Umsetzung ist fürn *rsch. Die Wirkung aber keines Falls verfehlt. Oder war dir sonst gerade kein Thema lieber? ;) du siehst es funktioniert. (Deföroderdewider do loht sich disskutiere).

Die Message sollte auch klar sein?! Also mindestens du solltest schon dahinter sehen. Frau (Volkswirtschaft) Leuthard «erstaunt» über Experten-Kritik (org. http://www.20min.ch/finance/news/story/24191582)

Wenn solche aussagen kommen und Menschenleben mit 10er nötli aufgewiegt werden muss man mit harter Kritik rechnen.

Ich nehme den Preis (Pokal?) sonst gerne entgegen und leite Ihn an die entsprechende Stelle weiter ;).

Grüsse Marc Segmüller (Juso Rheintal) Meinung ist meine eigene, und ich stehe hinter dem Plakat


26.10.2009

Hallo Marc, ja - auf eine ganz eigene Art funktioniert es. Trotzdem ist es für Euch und für die Sache sicher nicht positiv, die Debatte derart zu vereinfachen. Dafür sind andere Spezialisten und die können es besser (wir sind ebenfalls Lichtjahre davon entfernt, zugegeben).

Leider ist der Preis rein virtuell. Wenn Du Dich mit mir zu einem Pressefoto triffst, lasse ich aber gerne einen realen Pokal machen. Das gibt eine hübsche Übergabe.

Gruss,

Michi


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Im Jahr 2004
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