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Ein Beitrag, der sich nicht mit den SVP-Plakaten befasst


Beitrag vom 09.10.2009
Wie tun sich die Schweizer Regierenden doch schwer mit der Plakatkampagne der SVP. Die Blogosphäre spiegelt den inneren Zwist wieder. "Zensur" schreit der eine, "Angstmacherei" finden andere.
Nicht dass ich da Substanzielles beizusteuern hätte. Deshalb schlage ich eine Gegen-Kampagne vor. Zur Finanzierung sind Beiträge erwünscht an:

An:
Raiffeisenbank Mittelrheintal
9443 Widnau
Zugunsten:
CH33 8131 9000 0087 2083 8
"Brandstiftung"
Michael Jäger
Steigstrasse 8
9444 Diepoldsau
Konto:
90-3031-2

Für eine Schweizweite Kampagne bräuchten wir rund 2 Millionen. 




09.10.2009

das Schema der SVP ist doch jedes Mal das selbe. Die machen ein Plakat und verbreiten dann über ihnen anscheinend feindlich gesinnten Medienagenturen, dass das Plakat ganz schlimm sei. Die ganzen Medien nehmen es auf und machen ein riesen Theater draus. Das ist doch alles inszeniert und läuft bei jeder Abstimmung gleich ab.


09.10.2009

Gelungenes Remake. Hat durchaus "20Min"-Potenzial. Also braucht es nur noch 1 Mio., oder gar keine mehr.

@Beat: Ungefähr so läuft es.




11.10.2009

Es ist bedenklich wie einzelne Städte versuchen mit politischer Zensur Einfluss auf demokratische Abstimmungen zu nehmen.

Im Zusammenhang mit dem Anti-Minarett-Plakat von Brandstiftung zu sprechen ist grobfahrlässig. Wer solches dennoch tut, hat entweder keine Kenntnis der Sachlage oder er tut es weil er für die Islamisierung der Schweiz und somit gegen die Minarett-Initiative ist.


12.10.2009

Nenne mir doch einen einzigen Fall, lieber Alex, bei dem es durch den Bau eines Minaretts zu Problemen gekommen ist. Du wirst keinen finden und deshalb kann es kein sinnvolles Anliegen sein, dies auf Verfassungsebene zu regeln. Es geht den Initianten ja auch gar nicht um die Minarette, sondern um den "fremden und gefährlichen Islam". Das wäre dann Diskriminierung ersten Grades.


Helga Klee
13.10.2009

Religionsfrieden ist wichtig -
Provokativ könnte man sagen: Die Muslime von heute sind die Katholiken von gestern. Auch die Katholiken mussten sich früher in der Diaspora den Platz für eine Kirche erkämpfen. Doch die «römischen» Kirchen wurden gebaut, und die protestantische Umgebung störte sich immer weniger daran. Auch die wenigen Minarette, die es zum Teil schon seit Jahrzehnten in der Schweiz gibt, sorgten kaum für Aufregung. Doch inzwischen ist durch die Migration der Islam zur bevölkerungsstärksten Religion nach dem Christentum geworden. Vielen ist das egal, andere ängstigen sich davor. Dass die befürchtete «Islamisierung» der Eidgenossenschaft mit einem Bauverbot für Minarette gestoppt werden könnte, dürften jedoch nicht einmal die Initianten im Ernst glauben. Die Mehrheit der Einwanderer stammt nämlich aus dem Balkan und somit aus säkularen Staaten. Sie haben zur Religion meist ein ähnlich distanziertes Verhältnis wie viele Christen. Jene Muslime jedoch, die ihren Glauben leben wollen, sollen in der Schweiz in einer Moschee beten können wie die Christen in einer Kirche, die Hindu in einem Tempel und die Juden in einer Synagoge. An der Vielfalt der religiösen Bauwerke geht die Schweiz nicht zugrunde. Vielmehr könnte ihr religiöser Übereifer schaden, sei es auch ein christlicher. Ebensolchem Übereifer haben wir die Anti-Minarett-Initiative zu «verdanken».
Es geht dabei nicht einfach um eine Bauvorschrift, sondern um einen Rückfall in jene Zeiten, als die Bundesverfassung noch dazu missbraucht wurde, mit Verboten von Jesuiten und Klöstern die katholische Minderheit zu schikanieren. Mit dem 21. Jahrhundert hat sich der weltliche Staat Schweiz endlich auch eine Weltanschaulich-religiös neutrale Verfassung gegeben. Die Wiedereinführung eines Konfessionsartikels würde das Rad verhängnisvoll zurückdrehen. Religionen haben schon genug Schaden angerichtet. Der Religionsfrieden ist seit 160 Jahren eine grosse Stärke unseres Landes. Er muss mit grosser Sorgfalt beibehalten werden. Ein Verbot von Symbolen einzelner Religionen gefährdet das religiöse Gleichgewicht. Eine Annahme der Initiative wäre daher für den nationalen Zusammenhalt verhängnisvoll. Einen Glaubenskrieg ums Minarett ist das Letzte, was wir brauchen. Deshalb muss die Initiative abgelehnt werden.



Hansjuri
13.10.2009

@Helga
Danke, besser hätte man das gar nicht ausdrücken können.


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werzurhoelle
Im Jahr 2004
bekam ich meine
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Das war mein
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