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Dead End in St. Margrethen


Beitrag vom 18.05.2012
Die Schweiz endet in St. Margrethen – zumindest autobahntechnisch. Bis im Jahr 2006 war das St. Galler Rheintal hoffnungsfroh, dass die Verbindung der beiden stark befahrenen Rheintalautobahnen auf Schweizer und Österreichischer Seite zu Stande kommt. Dann wurde das baureife Projekt „S18“ vom Europäischen Gerichtshof gekippt, weil die Trasse ein Vogel- und Natur-Schutzgebiet touchierte. Seither wartet die Bevölkerung auf eine Lösung.
An einem guten Wochenende fahren heute bis zu 40'000 Fahrzeuge durch die Rheininsel Diepoldsau. Nahezu der gesamte Verkehr lastet auf der Hauptstrasse des Dorfes. Auf Österreichischer Seite liegt das Nadelöhr in Lustenau, das täglich rund 2'500 Lastwagen ertragen muss. Wer aufmerksam den Verkehrsfunk hört, dem fallen die Meldungen „30 Minuten Wartezeit am Zollübergang Au“ schnell auf. Die aktuelle Situation belastet nicht nur die Bevölkerung, auch die Wirtschaft leidet darunter, dass die agilen Wirtschaftsräume St. Galler Rheintal und Vorarlberg nicht adäquat verbunden sind.

 

Die Lösung muss auf Vorarlberger Seite gefunden werden, da dort die Trassenführung problematisch ist. Seit Jahren läuft ein „Konsensorientiertes Planungsverfahren“, das neben einer Trasse auch auf den ÖV setzt. Der Projektname ist Programm, eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

 

Von Schweizerischer Seite ist wenig über das Problem zu hören. Die Rheintaler Nationalratsvertreter (SVP) kümmern sich traditionell um ihnen genehmere Themen (in der Ära Jasmin Hutter: Ausländer; heute mit Roland Rino Büchel: FIFA). Auch von Seiten des Verkehrsministeriums ist kein Interesse zu verspüren, obwohl FDP-Nationalrat Walter Müller (ein Werdenberger muss sich Rheintaler Probleme annehmen...) eine Anfrage im Parlament platziert hatte.

 

Es ist allerhöchste Zeit, dass die Bevölkerung und die Wirtschaft beiderseits des Rheins nationale Aufmerksamkeit für eines der drängendsten Verkehrsprobleme unseres Landes bekommen, damit Druck auf Wien gemacht werden kann. Deshalb braucht der Kanton St. Gallen wieder Nationalratsvertreter, die sich um die realen Probleme kümmern. Die FDP bietet die geeigneten Köpfe.





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13.04.2012

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